Katzentransportbox aus einem Karton basteln

Katzentransportbox aus einem Karton basteln

Ein Pappkarton als improvisierte Notfall Katzenbox

Die Situationen in denen man sich damit konfrontiert sieht eine Katze transportieren zu müssen sind vielfältig und zahlreich. Einer der vielleicht wichtigsten und sinnvollsten Gründe ist natürlich der Weg zum Tierarzt. Sei es wegen einer Routine Untersuchung oder wegen einer Krankheit. Aus diesem Grund gehört eine Katzentransportbox auf jeden Fall in die Grundausstattung eines jeden Katzenhalters.

Pappkarton als improvisierte Katzenbox

Pappkarton als improvisierte Katzenbox (Foto: voronin76 / 123RF)

Es gibt jedoch auch Situationen und Momente an denen keine adäquate Katzenbox zur Verfügung steht. Sei es weil die eigene dafür vorgesehene Box schlicht kaputt ist, man sich als neuer Katzenhalter noch keine besorgt hat, oder Sie ein krankes Tier gefunden haben welches dringend zum Tierarzt gebracht werden muss. Nun muss man aber wissen, dass sich die wenigsten Katzen einfach so und gut tragen lassen, gerade wenn sie verängstigt oder gar verletzt sind.  Eine freilaufende Katze die Angst hat ohne Sicherung im Auto zu transportieren ist aus vielerlei Gründen definitiv nicht zu empfehlen. Wichtigster Grund ist dabei die Sicherheit der Mieze und natürlich auch die des Fahrers. Während der Fahrt im Auto kann es zu unvorhersehbaren Situationen kommen, welche für beide Seiten nicht gut ausgehen können. Doch was tun wenn die Mieze dennoch unbedingt und unmittelbar transportiert werden muss und keine Zeit bleibt eine Katzenbox zu kaufen oder zu leihen?

Keine Katzentransportbox vorhanden? Improvisieren heißt das Zauberwort!

Mit etwas Improvisation, Kreativität und Tipps kann aus alltägliche Dingen auf die Schnelle eine temporäre Katzenbox gebastelt werden. In der Not darf man nicht wählerisch sein und kann schon mal zu einer einfachen Pappschachtel, einem Wäschekorb oder eine Sporttasche greifen. Natürlich müssten diese Aushilfs-Katzenboxen erst noch Katzensicher gemacht werden. Zum einen sollten sie trotz dieser Ausnahmesituation ausreichend Platz bieten und halbwegs bequem sein für das Tier. Und zum anderen sollte es trotz aller Improvisation relativ stabil und ausbruchsicher sein. Eine verängstigte oder aggressive Katze unterwegs zu verlieren ist nicht wirklich zu empfehlen.

Tipps wie Sie aus Alltagsgegenständen eine Transportbox für Katzen basteln

transportbox katze kartonDer Pappkarton oder die Kartonschachtel

Die einfachste Möglichkeit eine Ersatzbox zu basteln ist die Verwendung eines Kartons. Die Antwort ist simpel wie auch einfach umzusetzen. Einen Karton in ausreichender Größe haben sicherlich die meisten zu Hause. Das wichtigste ist dabei eine ausreichend starke und große Schachtel zu finden. Umzugskartons oder Pappkartons, in denen zum Beispiel Elektrogeräte verstaut waren, sind in der Regel stabil genug mit ausreichend Platz für eine normal große Katze. Bestenfalls besteht die Kartonschachtel aus einem starken, gewelltem Karton. Bei der Größe wäre idealerweise ein Kompromis aus nicht zu klein und nicht zu groß zu finden. In zu kleinen Behältnisse fühlt sich die Mieze zu beengt und kann in Panik geraten und in zu großen fliegt sie ggfs. während des Transportes hin und her. Grundsätzlich sollte sie bequem in die Schachtel hinein passen und sich hinlegen und leicht ausstrecken können. Bedenken Sie, dass dieses Behältnis nur ein Notbehelf ist und in der Regel auch nur ein einziges Mal eingesetzt werden sollte.

Ein passender Deckel

Neben der richtigen Größe und Stabilität wäre ein Karton inklusive Deckel natürlich perfekt. Haben Sie nur eine Schachtel ohne Deckel? Auch nicht Schlimm, dann müssen Sie sich noch einen basteln. Als provisorischen Deckel eignet sich beispielsweise ein Handtuch oder Decke. Den Stoff fixieren Sie später am besten mit etwas Klebeband, einem Band oder Gummiseil. Lassen Sie eine Möglichkeit zur einfachen Öffnung frei. Schließlich muss die Mieze noch hinein und auch wieder heraus.

Vergessen Sie die Luftlöcher nicht

Ist ein passender Deckel gefunden oder angefertigt, müssen diverse Luftlöcher in den Karton geschnitten oder gebohrt werden. Verwenden Sie dazu alle Seiten des Behältnisses. Doch Vorsicht: Bohren Sie die Löcher nicht in zu nahen Abständen. Katzen mit scharfen Krallen könnten bei zu nahen Löchern aneinandern ansonsten möglicherweise größere Öffnungen in die Pappe reißen.  Ist das erledigt, prüfen Sie den Boden. Er darf unter der Last der Katze nicht nachgeben wenn Sie den Karton hochheben. Drücke Sie zum testen der Stabilität, gerne leicht bis mittelstark mit einer Handfläche von innen gegen den Kartonboden. Schauen Sie, ob Stellen nachgeben oder ob sich eventuell ein Falz öffnet. Notfalls stabilisieren Sie den Boden mit robustem Klebeband. Am besten eignet sich hier das übliche Paketband. Kleben Sie lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Gibt der Boden beim anheben nach, ist ihnen überhaupt nicht geholfen.

Auspolsterung der Box

Machen Sie es der Mieze richtig gemütlich. Auspolstern der Box mit Decken, Kissen oder Handtücher. (Foto: pixabay / alexas_fotos)

Machen Sie es der Mieze richtig gemütlich. Auspolstern der Box mit Decken, Kissen oder Handtücher. (Foto: pixabay / alexas_fotos)

Als nächstes sorgen Sie dafür, dass die Behelfsbox bequem ist. Polstern Sie die Box mit einem weichen bequemen Kissen, einer Decke, oder mehreren Handtüchern aus. Ist es Ihre Katze und keine Fund- oder zugelaufene Katze, kann es auch hilfreich sein ein von Ihnen getragenes Kleidungsstück als Polsterung zu verwenden. Der vertraute Geruch beruhigt das Tier bei dieser ungewohnten Situation etwas. Bedenken Sie aber, dass die Mieze vor Aufregung sich durchaus übergeben oder urinieren kann. Ihre beste Kleidung wäre daher etwas unangebracht.

Ist dass erledigt, prüfen Sie nochmals ob genug Luftlöcher vorhanden sind. Schneiden Sie an der Vorderseite noch ein etwas größeres Loch frei. Es sollte etwas kleiner als der Kopf der Katze sein, aber groß genug um genügend sehen zu können. Zum einen für das Tier und zum anderen hauptsächlich für Sie um zu sehen was im inneren passiert. Zum Schluss setzen Sie die Mietze behutsam in den Kartonkiste und verschließen den Deckel. Vergessen Sie nicht den Deckel fest zu fixieren.

Jetzt sind Sie Startklar für den Transport der Katze

Foto: billionphotos.com

Foto: billionphotos.com

Zu guter Letzt noch ein Tipp zum richtigen Tragen der behelfsmäßigen Katzenbox. Tragen Sie den Katzenkarton richtig. Beim Anheben und Tragen gilt, den Boden des Kartons immer gut mit den Händen von unten zu stützen. Fassen Sie mit den Armen am besten beim Tragen unter den Karton, Sie wollen ja vermeiden, dass die Katze durch den nachgebenden Boden aus dem Pappkarton fliegt und anschließend stiften geht. Halten Sie die Kartonbox immer an ihrer schwächsten Stelle fest. Achten Sie aber darauf nie die Luftlöcher vollständig abzudecken.

Umzugskartons als temporäre Katzenbox

Als Tipp empfehlen wir die Nutzung stabiler Umzugskartons. Diese müssen stabil sein und ein gewissen Gewicht tragen können. Ideal also um daraus eine provisorische Katzentransportbox zu basteln. Abgesehen davon kann es nie schaden einige stabile solcher Kartons im Haus zu haben, auch wenn gerade kein Umzug oder kein Notfalltransport für die Katze ansteht.

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Bedenken Sie dabei jedoch, dass es sich nur um eine einmalige Behelfs-Box für Tiere handelt. Sie kann in keinem Fall eine richtige stabile Katzentransportbox aus Hartplastik ersetzen. Für längere Transporte oder sogar eine Reise per Flugzeug ist die Pappschachtel natürlich keinesfalls geeignet. Möchten Sie keine neue Box extra kaufen, fragen Sie doch mal beim Tierarzt nach. Vielleicht kann er Ihnen mit einer günstigen Box, vielleicht auch leihweise, aushelfen? Ebenfalls helfen können die Kleinanzeigen. Nicht selten wird nach dem Ableben des gliebten Gefährten in einer Anzeige die gebrauchte Box günstig angeboten. Weitere Antworten und Ideen finden Sie in weiteren Beiträgen. Haben Sie eine andere Idee wie man den Stubentiger sicher und bequem transportieren kann? Dann freuen wir uns auf Ihren Kommentar.

 
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