Katzen im hohen Alter – Tipps für eine artgerechte Haltung

Katzen im hohen Alter – Tipps für eine artgerechte Haltung

Alte Katzen brauchen viel Liebe, Pflege und Geduld

Katzen im Alter. Gesundheit und Wohlbefinden für die Mieze in den besten Jahren. Foto: shotput / pixabay
Katzen im älteren Semester. Gesundheit und Wohlbefinden für die Mieze in den besten Jahren. Foto: shotput / pixabay

Besitzer von Katzen wissen: Die Beziehung zwischen Katzen und Menschen ist eine ganz besondere Beziehung. Als Katzenhalter möchte man seiner Katze daher das Leben natürlich immer so angenehm und schön wie möglich machen, und sie möglichst artgerecht halten. Während dies in den ersten Lebensjahren einer Katze noch recht einfach möglich ist – sie ist aktiv und voller Energie – gilt es in den späteren Lebensjahren einer Katze ein paar zusätzliche Dinge zu beachten. Gerade wenn der Lebensabend ansteht, braucht die Katze viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und auch Geduld.  Es mehren sich die Krankheiten und auf die Ernährung muss noch ein bisschen mehr geachtet werden, als in jungen Jahren. Wobei der Blick auf hochwertiges Katzenfutter immer wichtig ist, von klein auf.

Die Lebenserwartung bei Hauskatzen

Jeder Katzenhalter wird sich früher oder später die bange Frage stellen: Wie alt wird meine Katze eigentlich? Wie hoch ist die durchschnittliche Lebenserwartung bei Hauskatzen? Oder wie viel Zeit hab ich noch mit meinem geliebten Haustier?

Die Lebenserwartung ist wesentlichen von der Art der Haltung abhängig. Handelt es sich um wilde Katzen, vorwiegende oder sporadische Freigänger oder reine Wohnungskatzen. Letztere werden in der Regel wesentlich älter als ihre Artgenossen in freier Wildbahn. Natürlich haben auch noch einige weitere Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf das Alter. So ist die Rasse nicht zu unterschätzen, aber auch weitere Faktoren wie Erberkrankungen oder Erkrankungen an sich spielen eine Rolle. Neben diesen äußeren, kaum zu beeinflussbaren Faktoren, sind aber auch Dinge, welche man als Katzenhalter beeinflussen kann wichtig. Da wären zum Beispiel die Haltung, die Ernährung und regelmäßige medizinische Betreuung und Impfungen, welche dem Tier ein um einige Jahre längeres Leben schenken können.

Grundsätzlich kann man grob sagen, das reine Wohnungskatzen welche von dem Menschen gut gepflegt werden ca. 12-15 Jahre alt werden. Natürlich sind auch immer wieder Fälle bekannt, wo ein Stubentiger stolze 20 Jahre oder sogar mehr erreicht. Jedoch ist so ein Methusalem-Alter jenseits der 20 eher eine Ausnahme und längst nicht die Regel. Genauso wie beim Menschen, 100 Jährige kommen vor, sind aber nicht die Regel. Im Gegensatz zur reinen Wohnungs- bzw. Hauskatze haben ihre freilaufenden Artgenossen allerdings eine drastisch kürzere Lebenserwartung. Dieses liegt zum einen am höheren Stressfaktor dem sie in der freien Natur durch Feinde und Gefahren ausgesetzt sind, und zum anderen fehlt ihnen die menschliche Zuwendung, verbunden mit einer mangelnden gesunden Ernährung und fehlender medizinische Betreuung.

Nach Untersuchungen aus den 80ziger Jahren hatten wilde Kater nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 1,4 bis 3,2 Jahren, währen die weiblichen Artgenossen auch nur auf 3,3 bis 4,2 Jahre kamen. Erschreckend der Vergleich zum Stubentiger, der gut und gerne 10 Jahre älter werden kann. Die Wohnungshaltung bzw. Haushaltung ist daher ein recht überzeugendes Argument für ein langes Katzenleben. Selbstverständlich handelt es sich hier nur um Durchschnittswerte und es schließt nicht aus, dass nicht auch freilaufende Katze ein respektables Alter erreichen können. Tatsache ist jedoch, dass sie stärker gefährdet sind, als eine Katze in reiner Wohnungshaltung. Nicht nur Gefahren durch Feinde und Rivalen drohen, auch dem heutigen Straßenverkehr fallen immer mehr Tiere zum Opfer und nicht zu vergessen das erhöhte Krankheitsrisiko in freier Wildbahn.

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Wie „Alt“ ist mein Stubentiger im Vergleich zum Mensch?

Nachdem die Frage nach der Lebenserwartung geklärt ist, möchte man sicher gerne wissen wie es mit dem Vergleich Katzenjahre zu Menschenjahre aussieht. Wie alt ist die Samtpfote im Vergleich zum Menschen? Alleine um sich den Bergiff Seniorenkatze etwas plastischer vorstellen zu können.

Die genaue Berechnung des Lebensalter der Katze im Vergleich zum Menschen erweisst sich allerdings als recht schwierig, da es hier keinen kompletten linearen Verlauf gibt. Grundsätzlich kann man sagen, dass das erste Katzenjahr ungefähr wie 15 Menschenjahre zu rechnen ist, das 2. und 3. dann nur noch wie 6 Jahre des Menschen und die weiteren wie jeweils 4 Menschenjahre. Daraus ergibt sich beispielsweise, dass eine Mieze von 10 Jahren umgefähr das Menschenalter von 55 hat. Seniorenmietzen von stolzen 15 Jahren hätten somit ein Menschenalter von ungefähr 75. Hier gibt es allerdings in den verschiedenen Berechnung teils erhebliche Abweichungen. Andere Quellen gehen bei 15 jährigen Stubentigern beispielsweise von einem Menschenalter von 81 aus. Grundsätzlich sollte es hier nicht um ein paar Jahre mehr oder weniger ankommen, es zeigt sich jedoch die wesentliche Richtung.

Veränderte Bedürfnisse bei Seniorenkatzen

Wenn Haukatzen altern, werden sie meistens beqemer und schlafen mehr. (Foto: Alexas_Fotos /pixabay)
Wenn Haukatzen altern, werden sie meistens beqemer und schlafen mehr. (Foto: Alexas_Fotos /pixabay)

Dass Stubentiger im hohen Alter andere Bedürfnisse haben als jüngere Kätzchen, dürfte jedem klar sein. Geht uns Menschen ja ganz genau so. Alle Tiere machen ebenso wie Menschen altersbedingte Veränderungen durch. Muten Sie Ihrem Senior auf seine alten Tage möglichst wenig Stress zu.

Doch ab wann wird eine Katze eigentlich als Seniorenkatze bezeichnet?

Katzensenior schon ab 10?

Offiziell bezeichnet man Katzen, die älter als 10 Jahre alt sind, bereits als Seniorenkatzen mit speziellen Bedürfnissen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass es durchaus Tiere gibt, denen man ihr, sagen wir mal reifes Alter, nicht anmerkt. Fit wie ein Turnschuh und aktiv wie eh und je, während andere ältere Semester sich spürbar mehr zurückziehen und das eine oder andere Extra-Schläfchen mehr einlegen. Ein vermehrtes Schlafverhalten muss also nicht zwangsläufig auf eine Krankheit hindeuten.

Katzensenioren: Helfen Sie wo sich nur können

Um eine Katze artgerecht halten zu können, sollte man als verantwortungsbewußter Katzenhalter immer darauf achten wie sich das Tier verhält. Das gilt besonders im Hinblick auf die gesunde Ernährung. Gerade das Essen  spielt eine wichtige Rolle. Senioren haben einen ganz anderen Nahrungsanspruch als junge Kätzchen. Während junge Semester vor allem ihren Energiebedarf decken müssen, benötigen Seniorenkatzen, die sich weniger bewegen und mehr schlafen nicht mehr so viele Kalorien. Oft liegen bei älteren Tieren auch Nieren- und/oder Leberprobleme oder Verdauungsprobleme vor, welche eine speziellere Ernährung voraussetzt. Bei älteren Katzen kann zudem der Geschmackssinn und Geruchssinn nachlassen. Dadurch erscheint den Katzen das Futter nicht mehr so verlockend, und sie fressen weniger. Der Appetit der Katzen lässt sich dadurch ankurbeln, dass man das Katzenfutter kurz anwärmt, um den Geruch des Futters zu intensivieren.

Zahnerkrankungen bei Seniorenkatzen

Weiterhin machen Katzensenioren auch oft ihre Zähne zu schaffen. Beobachten Sie die Katze regelmäßig beim Fressen. Hat sie eventuell Schmerzen? Stellen Sie erste Anzeichen von Zahnproblemen fest, dann sofort zum Tierarzt! Zahnschmerzen oder vereiterte Zähne können ansonsten schnell zur kompletten Futterverweigerung und zu einer drastischen Abmagerung führen. Eine besonders verbreitete Zahnkrankheit  ist das FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsion). Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, die außerordentlich schmerzhaft für das Tier ist und sich durch die Zerstörung der Zahnhartsubstanz kennzeichnet. Untersuchungen zu Folge ist jede dritte oder fast jede zweite Katze ab 5 Jahren davon betroffen.

Die FORL ist eine überaus schmerzhafte Krankheit, welche sich am Anfang häufig  als eher unspezifische Reaktionen beim Fressen zeigen können.  In der Regel merkt man als Katzenhalter eher selten was davon. Bei allen ungewöhnlichen Beobachtungen beim Fressen oder dem Kauen der Nahrung selbst, sollte man FORL im Hinterkopf behalten. Deutlich verminderte Fresslust, ungewöhnliche Zungenbewegungen, das Schiefhalten des Katzenkopfes während des Kauens oder auch das Fallenlassen von aufgenommenem Futter, können erste Hinweise für Zahnprobleme sein. Insbesondere im fortgeschrittenem Stadium dieser Erkrankung merkt man die deutliche Abmagerung durch Futterverweigerung. Weiterhin tritt häufig starker Mundgeruch und vermehrter Speichelfluß auf. Ebenso sind manchmal Schmerzlaute beim Fressen und das anfauchen des Futternapfes zu beobachten. Haben Sie einige dieser Beobachtungen gemacht? Dann sofort zum Tierarzt.

Verändertes Verhalten bei älterne Katzen

Was einem Katzenhalter wohl am meisten an einer Katze im hohen Alter auffallen dürfte, ist, dass sich ihr Verhalten verändert. So haben Katzensenioren im Alterungsprozess oft ein größeres Bedürfnis danach zu schmusen. Dadurch, dass die Muskulatur der Katze mit dem Alter weniger wird, reduziert sich häufig auch die körperliche Aktivität der Katzen. Fressnäpfe und Trinknäpfe, und Kuschel- und Schlafplätze der Katze sollten nun möglichst nah am Boden platziert werden, damit die Katzen diese leicht und ohne ein großes Verletzungsrisiko erreichen können. Gleiches gilt natürlich auch für das Katzenklo. Schicken Sie den Senior nicht erst auf ein Hindernisparcour quer durch das ganze Haus um das stille Örtchen zu erreichen. Gestalten Sie den Bereich um das Katzenklo auch so einfach wie möglich. Es sollte einfach zu betreten und auch einfach zu verlassen sein. Kletteraktionen sollten nicht zum Toilettengang erforderlich sein. Ältere Katzen haben zudem teilweise ein stärkeres Bedürfnis nach Ruhe. Für den Katzenhalter bedeutet dies jedoch nicht, dass er seine Katze vermehrt in Ruhe lassen sollte. Vielmehr sollte sich der Katzenhalter nun mehr um seine Katze kümmern, viel mit ihr schmusen usw. Denn nur so kann der Katzenhalter erkennen, wenn die Katze neue Beschwerden bekommen, oder ihr es nicht mehr so gut gehen sollte. Denn auch das Immunsystem von Katzen lässt mit dem Alter nach, was sie anfälliger für Krankheiten macht. Um überprüfen zu lassen, wie es um die Gesundheit einer Katze bestellt ist, sollte man mindestens einmal pro Jahr zur Kontrolle den Tierarzt mit ihr aufsuchen. Dieser kann dann auch gleich untersuchen, wie es um den Zustand der Zähne der Katze bestellt ist. Besonders im höheren Alter kann sich der Zustand der Zähne bei Katzen nämlich schnell verschlechtern. Worauf sich ein Katzenhalter auch einstellen sollte, ist, dass auch das Sehvermögen und Hörvermögen der Katzen mit dem Alter nachlassen kann. Hört oder sieht die Katze schlechter, wird das in der Regel aber gut durch andere Sinne ausgeglichen. Ein nahezu Blinder oder Tauber Katzensenior kommt in der Wohnung überraschend gut mit dem Handicap zurecht.  Es kann aber dazu führen, dass die Katzen ängstlicher werden und ihren Orientierungssinn verlieren. Es kann vorkommen, dass die Katzen bestimmte Menschen nicht mehr erkennen, und dass sie vergessen, wo sich das Katzenklo befindet. Eine Katze, die ihr Leben lang stubenrein war, kann also plötzlich unsauber werden. Dafür sollte man sie auf keinen Fall bestrafen, sondern es sollte versucht werden, der Katzen den Alltag zum Beispiel dazu zu erleichtern, dass mehrere Katzentoiletten aufgestellt werden. Auch sollte tierärztlich überprüft werden, ob organische Ursachen für die Unsauberkeit ausgeschlossen werden können. Zusätzliche Sicherheit kann der Katze dadurch vermittelt werden, dass es einen bestimmten Tagesrhythmus und somit feste Fütterungs- und Spielzeiten gibt. Man sagt zwar, dass alte Katzen nicht mehr so gerne spielen. Aber das stimmt nicht ganz. Ist das Tier gesund, gehört das Spiel bis ins hohe Alter zum normalen Instinkt. Natürlich wird sie nicht mehr richtig rumtollen wie ein Kitten, aber dennoch wird die Neugierde nicht weniger.

Rüstige Rentner und das Stichwort Ernährung

katzenfutter: richtige ernährung für seniorkatzen - Foto: kropekk_pl / pixabay
Katze frisst: Katzenfutter für seniorkatzen – Foto: kropekk_pl / pixabay

Alternde Kätzchen haben vor allem einen gesteigerten Bedarf an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen im Gegensatz zum Nährstoffbedarf bzw. Energiebedarf, welcher zunehmend weniger wird. Achten Sie daher bei der Futterwahl darauf. Anzuraten ist eine schrittweise Anpassung des Futter. Ein Schwachpunkt bei älteren Katzen, neben den bereits erwähnten Zahnproblemen, ist die Niere. Nierenerkrankungen bei Senioren sind häufig anzutreffen. Da Nieren eine verminderte Leistungsfähigkeit über eine lange Zeit halbwegs ausgleichen können, bemerkt man als Tierhalter ein Nachlassen der Nierenfunktion meistens erst, wenn schon ein Großteil der Nieren die Funktion eingestellt haben. Deshalb ist es bei älteren Katzen ausgesprochen wichtig, die Nieren früh genug zu schonen und auch die Nierenwerte regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren zu lassen. Das richtige Futter ist dabei natürlich auch wichtig. Zu empfehlen ist dabei ein Futter, das sehr hochwertiges Eiweiß in ausreichender Form enthält. Phosphor sollte möglichst wenig enthalten sein. Man sollte daher rechtzeitig, ab dem 8. oder 9. Lebensjahr, langsam auf Futtersorten mit diesen Eigenschaften umstellen, damit die Nieren früh genug zumindest etwas entlastet werden und es nicht zu früh zu einer Niereninsuffizienz kommt.

Weiteres Problemfeld für Katzen im Rentenalter: Die Verdauung

Im Alter schalten alle Lebensvorgänge einen Gang langsamer, der Stoffwechsel wird träger, und das Verdauungssystem der Katze verwertet das Futter nicht mehr optimal. Daher verteilen Sie lieber die Mahlzeiten auf mehrere kleinere Mahlzeiten. Bieten Sie ihrem Senior Abwechslung. Wichtig ist auch auf einen regelmäßigen Stuhlgang der Katze zu achten. Grob mindestens alle 2 Tage sollte das Tier Stuhl absetzen. Bleibt der Stuhlgang länger aus oder fällt es dem Tier schwerer, sollte der Tierarzt konsultiert werden. Manchmal hilft schon etwas mehr Bewegung. Aber auch etwas Milch oder Öl ins Futter zu geben, kann förderlich sein. Leichter funktioniert das z.B. mit Thunfisch in Öl oder ein paar Tropfen Pflanzenöl ins Futter. Bei Milch sollte man jedoch vorsichtig sein, geben sie möglichst keine herkömmliche Kuhmilch zu trinken, denn sie führt schnell zu Durchfall. Dauert eine Verstopfung aber länger wie 3-4 Tage an, konsultieren Sie auf jeden Fall einen Arzt. Ein Darmverschluss wäre eine lebensvedrohliche Situation.

Hilfe bei der Fellpflege

Je älter ihr Stubentiger wird, desto schwerer fällt ihm oder ihr die eigene Pflege des Fell. Helfen Sie indem Sie regelmäßig das Fell bürsten um das verfilzen zu verhindern.  Dabei entdecken Sie auch leichter altersbedingte Fellveränderungen oder Hautveränderungen durch Parasiten oder Hautpilze.

Altersdemenz bei Katzen

Der Prozess der Alterung ist also nicht nur für uns Menschen ein schwieriges Thema. Seien Sie dehalb besonders nachsichtig mit Ihrer Samtpfote, insbesondere wenn Krankeiten dazu kommen. Tatsächlich können auch Katzen an Demenz erkranken. Was anfangs noch nach einer leichten „Tüdeligkeit“ aussieht und uns noch etwas Schmunzeln lässt, kann,  genau wie beim Menschen, eine Alterdemenz, oder ganz speziell auch Alzheimer sein.

Katzen werden immer älter, und da gehören auch solche Krankheiten dazu. Eine Demenz tritt oft bei Vierbeinern ab 14-15 Jahren auf. Natürlich kann es auch schon früher auftreten. Wesentliche Merkmale sind, dass das Gedächtnis und die Orientierungsfähigkeit nachlassen. Katzen mit Demenz wirken oft etwas  orientierungslos bis verwirrt. Manchmal erkennen sie ihre Herrchen und Frauchen zeitweise nicht mehr. Weiterhin haben sie Schwierigkeiten altbekannte Wege zum Katzenklo, zum Futternapf oder zum Schlafplatz zu finden.  Sie können sich zeitweise einfach nicht daran erinnern. Viele demente Seniorkatzen wandern darüber hinaus auch mehr im Haus oder in der Wohnung umher als sonst. Grund ist, sie findet sich in ihrem zuhause nicht mehr so richtig zurecht. Am ausgeprägtesten zeigen sich die Orientierungsprobleme bei der Katze kurz nach dem Aufwachen. Weiteres Zeichen für eine eventuell sich entwickelnde Demenz könnte eine zunehmende Verhaltensänderung sein. Plötzlich auftretende Unsauberkeit, ohne das andere offensichtliche Gründe vorliegen,  können ebenfalls ein erstes Anzeichen von Altersdemenz sein. Ebenso plötzlich auftretendes ungewöhnliches aggressives Verhalten, sowie auffällig häufiges kratzen oder beißen. Miaut Ihre Katze in letzter Zeit besonders häufig und auch laut? Auch das können Zeichen von Demenz sein. Selbstverständlich muss keines der Symptome auch tatsächlich bedeuten dass Ihr Katzenopi oder Ihre Katzenomi dement ist. Es können auch andere Katzenkrankheiten dabei die Ursache sein. Nur ein Tierarzt kann hier eine korrekte Diagnose stellen.

Weitere Baustelle: Diabetes und Schilddrüse

Als wenn die oben genannten Krankheiten nicht schon genug wären, können im Alter bei der Katze auch häufig Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes auftreten. Ebenfalls nicht allzu selten treten Krebserkrankungen und Gelenkprobleme auf. Etliche Katzen leiden unter chronischen Krankheiten der Gelenke, über dreiviertel aller Katzen die älter als 12 sind  leiden an schmerzhafter Arthrose.

Alles in allem lohnt es sich also bei alten Katzen ruhig öfter zum Tierarzt zur Kontrolle zu gehen. Eine regelmäßige Untersuchung der Blutwerte (kleines und großes Blutbild) ist für alle Stubentieger ab 10 durchaus zu empfehlen. Häufig auftretene Krankheiten lassen sich, sofern früh genug erkannt, durch moderne Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente einigermassen gut behandeln. Schenken Sie ihrer Katze so lange es geht ein lebenswertes Leben. Jedoch sollten Sie auch darauf vorbereitet sein, wenn die Qualen für das Tier zu groß werden, es würdevoll gehen zu lassen. Eines der Themen, mit der man sich als Halter einer Katze oder Hund am liebsten gar nicht erst beschäftigen möchte. Aber der Tag  kommt unweigerlich wo es heißt von jedem Hautier Abschied zu nehmen. Fragen Sie sich aber nie wann es so weit ist, sondern genießen sie die Zeit mit Ihrem Vierbeiner, denn das ist immer der beste Ratgeber.

 
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